"Der angeordnete Mord: Wenn Ärzte und Bürokraten die Wahrheit diktieren"
"Wie der Fall Ewald Schlitt unsere Region bis heute mahnt: Ein verräterisches Detail auf dem Protokoll, ein Wutanfall in Berlin und ein konstruiertes Todesurteil im Nordwesten."
Es gibt Geschichten, die man nicht in den Geschichtsbüchern der Schule findet, stattdessen in staubigen Kellern der Archive, wenn man denn schnell genug ist. Sie bleiben im Gedächtnis, weil sie nicht von gesichtslosen Monstern handeln, sondern von hochangesehenen Bürgern.
Von Männern mit Titeln, Kitteln und einer erschreckenden Bereitschaft, die Realität so lange zu verbiegen, bis sie bricht.
Der Fall des Wilhelmshavener Werftarbeiters Ewald Schlitt aus dem Jahr 1942 ist so eine Geschichte. Er ist ein Lehrstück darüber, wie schnell der Rechtsstaat kollabieren kann – und wie ein einfaches Detail der Beweisführung den ganzen Betrug hätte entlarven können, wenn man auf der Suche nach der Wahrheit gewesen wäre.